• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Lincang
  • Jahrgang: 2015
  • Form: Bingcha, 250g
  • Pu-erh.sk

(Original 24.04.2016)
Frisch, sehr sehr rauchig mit leichter floraler Süße. Man muss rauchigen Pu'erh schon mögen, ansonten ist dieser Tee nichts für ein.
Bewertung: 4-Sterne, Favorit

(Update 09.06.2017)
Im Ton-Porzellankännchen aufgegossen ist die rauchige Note fast nur noch im Aroma präsent, geschmacklich tritt die Süße viel stärker in den Vordergrund – intensiv und langanhaltend nach herbem Karamell und Zitrus.
Bewertung: 5-Sterne, Favorit

(Update 09.06.2018)
Die Tee-Session lässt sich sehr gut mit einer Momentaufnahme beschreiben: Man ist am Waldrand am Hang unter Bäumen an einem warmen aber etwas trüben Sommer-Mittag an einem Lagerfeuer und plötzlich bricht ein Gewitter los: Kräftiger Regen wird vom Wind im Wellenmuster über die Bäume und Wiesen unter einem getragen und man sieht langsam Wolken vom warmen Boden aufsteigen, während das Feuer gelöscht wird und durch die gereinigte, mit Feuchtigkeit gesättigte, warme Luft ein wunderbares Raucharoma verbreitet.
Im Schieferkännchen ist das Raucharoma trotz etwas dezenterer Dosierung (zumindest gefühlt) deutlicher vorhanden als im Ton-Porzellan-Kännchen, dafür ist die Süße auch voll da und er wirkt insgesamt sehr rund und weich. Ein absolut wunderbarer Tee, der es locker mit den meisten Gushus aufnehmen kann!
Bewertung: 6-Sterne, Favorit

(Update 17.05.2020)
Es muss nicht immer Gushu sein - daran erinnert mich dieser Tee jedes mal, wenn ich ihn trinke! Der grundlegende Charakter hat sich gegenüber dem letzen Eintrag nicht verändert, man merkt jedoch dass schon wieder (fast) zwei Jahre vergangen sind: der Tee ist etwas mehr Spätsommer als Hochsommer (um bei dem Bild von letzem mal zu bleiben) und insgesamt etwas dunkler geworden. Für meinen Geschmack sind hier deutliche Parallelen zu dem "Räucher-Obst" des 2011er Yiwuzhengshan Dashu Tea Green Tree zu erkennen, auch wenn das Obst hier noch frisch ist und beim BGT eher getrocknet. Roh und ungezähmt - und doch mit spannenden Facetten unter all dem Schutz und Rauch: so lieb ich meine Shengs! Auch wenn der Shibo von Ferdinand die Kanten etwas abschleift (wenn auch nur leicht - das Schälchen ist zum Glück überraschend neutral) passt dieser vom Charakter her ganz wunderbar zu solchen Tees. Wo er sich allerdings anderen (teuren Gushu-)Shengs geschlagen geben muss ist das Qi: zwar vorhanden und angenehm (was nicht selbstverständlich ist - schon gar nicht für ein Xiaoshu!) kann es nicht mit einem Kaliber wie dem 2012er Baotang von EoT mithalten. Für mich dennoch einer der besten Shengs die ich kenne - ich würde ihn JEDEM Sheng von z.B. Chanting Pines vorziehen - und dazu gleichzeitig einer der preiswertesten (0,08€/g, leider aber schon längst ausverkauft) hat dieser Tee wohl die Preis-Leistungs-Krone auf unabsehbare Zeit sicher.

trockenes Blatt + Bing trockenes Blatt + Bing

erster Aufguss + nasses Blatt erster Aufguss + nasses Blatt

Update (09.06.2017): Aufguss im Ton-Porzellankännchen

sehr viel späterer Aufguss

Update (09.06.2018): Erster Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

Details

Update (17.05.2020): erster Aufguss

zweiter Aufguss

vierter Aufguss

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