• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Yiwu
  • Jahrgang: 2002
  • Form: Bingcha, 357g (nur Sample vorhanden)
  • unbekannter Produzenz (via Chanting Pines)

Dieser Tee ist keine Eigenproduktion von Chanting Pines und der Produzent wird leider nicht angegeben ("no much is known about this tea...") - interessanterweise aber, dass für den Tee teilweise auch Material aus der Sommerernte genutzt wurde, was den moderaten Preis im Verhältnis zum Alter erklären soll. Ein durchaus solider Huangpian, der schon ein paar Jahre hinter sich hat - allerdings wirkt er in den ersten Aufgüssen bei weitem nicht wie 18 Jahre, da hier noch ein überraschend hohes Maß (für das Alter - absolut gesehen jedoch nicht so hoch, dass es unangenehm wäre) an Adstringenz vorhanden ist - ob das mit dem erwähnten Sommer-Material zusammen hängt? Ich hatte bislang zu wenig Sommer-Tees, um das beurteilen zu können aber bei Herbst-Tees gibt es nach meiner Erfahrung eine klare Tendenz hin zu einer etwas höheren Adstringenz (abgesehen von sonst meist etwas gedämpfteren Noten). Die typische Storage-Note von Chanting Pines ist auch hier wieder stärker wahrnehmbar als bei dem Bang Wei, aber irgendwie etwas weniger "teigig" als bei anderen Tees des Händlers sondern eher wie die Kruste von einem Holzofenbrot, was deutlich angenehmer ist. Von der Adstringenz in den ersten Aufgüssen (die sich dann relativ schnell legt) abgesehen ist der Tee zu beginn für ein Huangpian relativ kräftig und hat neben einer subtilen Süße mit einem Hauch Alter vor allem zart-bittere Walnuss-Noten zu bieten. All zu schwer ist er dabei nicht und es ist nahezu kein Qi wahrnehmbar - sehr schade ist jedoch, dass er der Tee das initiale Level nicht sonderlich lange halten kann und schnell in einen zwar trinkbaren aber etwas nichtssagenden Zustand übergeht. Wie die meisten Tees von Chanting Pines ein grauer Passat...
Bewertung: 3-Sterne

trockenes Blatt

erster Aufguss

zweiter Aufguss

dritter Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

noch späterer Aufguss

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