• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: Myanmar
  • Jahrgang: 2024
  • Form: Bingcha, 200g (nur Sample vorhanden)
  • Puerh.uk

Letztes Wochenende fand bei mir ein sehr nettes Treffen statt, an dem wir einen Teil der kommenden Eigenproduktionen von Paolo probiert haben - noch sind die Tees zwar nicht verfügbar und es werden noch weitere hinzukommen (wir hatten einen kleinen Teil und davon teilweise auch "nur" Material aus einem vorherigen Jahrgang) aber es war dennoch sehr spannend, da es einige interessante Vergleichsmöglichkeiten gab und es einfach Spaß macht, gute Tees in einer netten Runde zu trinken 😊
Von den meisten Tees ist noch etwas übrig, daher werde ich natürlich nach und nach hier berichten - den Anfang macht dieser Tee: wie der Name schon impliziert (finde ich übrigens sehr smart) geht es hier wieder über die Grenzen hinaus - im Gegensatz zu dem Laos Chawang von der letzten Produktion dieses mal aber nach Myanmar. Während Laos nicht nur eine geographische Nähe zu Yiwu hat (östlich von Xishuangbanna), so hat auch Myanmar neben der Nähe (westlich von Xishuangbanna) auch charakterlich eher etwas mit Bulang/Banzhang gemein: konkret eine schöne wilder Bitterkeit, die z.b. auch bei dem 2021er Mansai von TTpl zu finden ist. Besonders gut gefällt mir aber, dass der Tee insgesamt einen für das Profil von prUK sehr wilden Charakter hat: im Aroma findet sich eine saubere, frische Rauchigkeit wie von einem Lagerfeuer in der Nähe wieder, die einen Großteil zum Charakter des Tees beiträgt. Ich muss ja gestehen: ich liebe eine gute Rauchigkeit wenn es sich um diese "Outdoor-Lagerfeuer-Note" handelt und nicht um "abgestandene-Aschenbecher-Note" (wie bei manch miesem Factory Sheng) und gerade bei den etwas derberen, nicht all zu komplexen Tees wie z.B. dem Smokey Manzhuan Brick den EoT im Angebot hat oder dem grandiosen Xiaoshu Lincang von prSK kann diese sogar dafür sorgen, dass aus dem Tee erst etwas wirklich besonderes wird. Das Qi kommt in der Einzel-Session heute auch besser zur Geltung als am Wochenende (gerade dieser Faktor ist etwas schwer zu beurteilen, wenn man viele Tees an einem Tag und teilweise auch noch parallel trinkt) und durch die Zhuni bleibt auch die Bitterkeit etwas prägnanter als durch die Zini, was dem Tee gut steht. Textur, Komplexität und Tiefe sind zwar nicht die Stärken des Tees aber es ist dennoch genügend vorhanden, damit es nicht langweilig wird - im Gegenteil, mir hat der Tee heute richtig gut gefallen und ist somit ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, dass sich guter Tee nicht an von Menschen gesetzten Grenzen zu orientieren braucht!
Bewertung: 5-Sterne

2024 Beyond Banzhang (prUK) trockenes Blatt

2024 Beyond Banzhang (prUK) Details trockenes Blatt

2024 Beyond Banzhang (prUK) erster Aufguss

2024 Beyond Banzhang (prUK) späterer Aufguss

2024 Beyond Banzhang (prUK) Details Aufguss

2024 Beyond Banzhang (prUK) deutlich späterer Aufguss

2024 Beyond Banzhang (prUK) viel späterer Aufguss

2024 Beyond Banzhang (prUK) Details nasses Blatt

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