- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Mengla, Yiwu
- Jahrgang: 2026
- Form: Bingcha, 250g
- poetischer Name: KongShanYouYun (空山幽韵)
- Pu-erh.sk
Alle Jahre wieder kehrt einer meiner liebsten Tees zurück: der Rareness 5 von Peter. Dennoch ist es jedes mal wieder eine Überraschung, da man nie weiß, was es denn wird: Gushu oder Gaogan 😂
Dieses Jahr hat er sich erfreulicherweise nach der 2022er und 2021er Version mal wieder für eine reine Gaogan-Version entschieden, auch wenn diese immer etwas schwieriger zu fassen sind, als die Gushu-Versionen (siehe insbesondere meine Notizen zur 2021er Version). Da es den Tee inzwischen schon (mit Ausnahme von 2023) seit 2019 gibt, wurde bereits viel dazu geschrieben - dieses Jahr hat Peter auch deutlich mehr Infos als in den letzten Jahren dazu im Shop: einerseits die (zugegebenermaßen von vielen Produzenten rezitierte) Story, dass es sich um gut gehütete, alte Bäume irgendwo im Staatswald (Guoyoulin (国有林)) von Yiwu handelt aber andererseits (und das ist viel wichtiger/spannender) die eigentliche Geschichte hinter dem Tee. Er erzählt, wie er mit seinem Freund Liu von einem seiner langjährigen Freunde - dem Rektor von Yiwus größer Schule - eingeladen wurde und wie sie in einem kleinen, verrauchten, vollen und lauten Zimmer den Tee von einem seiner Schüler probiert haben, welchen dieser in einem "versteckten" Gebiet im Staatswald gefunden hat. Und trotz dieser herausfordernden Umgebung war ihnen sofort klar, dass sie hier auf etwas außergewöhnliches gestoßen sind, da sich der Tee mühelos über all den Trubel und die Ablenkungen erhoben hat. Ich mag solche Geschichten - sie tragen zum Charakter eines Tees bei und verleihen im eine persönliche Note. Klar kann man nun sagen: der olle Peter kann ja viel erzählen wenn der Tag lang ist, dafür gibt es ja keinerlei Beweise, auch nicht dass es sich um wirklich alte Bäume handelt und wer die Herkunft verbirgt lügt doch eh ... ja, abgesehen davon dass es bei 99,99% der Tees ohnehin keine handfesten Beweise gibt, kann man die Geschichte nun glauben oder nicht, das bleibt jedem selbst überlassen aber ich habe keinen Grund an der Geschichte meines Freundes zu zweifeln.
Die diesjährige Gaogan-Variante ist jedenfalls weniger "abgespacet" als die 2022er und vor allem als die 2021er Variante: ja, sie ist dennoch subtiler und filigraner auf der Geschmacksebene als die letztjährige Gushu-Version (und deren Gushu-Vorgänger) aber im Vergleich zu den 22er/21er doch schon deutlich präsenter. Das ist einerseits schön, da mir der schöne, reine Wald-Charakter des Guoyoulin-Materials gefällt, aber andererseits ist die bei der 21er Version beschriebene Leere etwas wirklich Einzigartiges, was den Tee zu einem der wirklich außergewöhnlichen macht, die sich selbst über die am höchsten bewerteten erheben. Aber das ist (wie so oft hier 🙈) Jammern auf höchstem Niveau, denn der Tee bietet dennoch viel Tiefe und ein sehr schönes, entspanntes Qi - das macht ihn "immerhin noch" zu einem hervorragenden, entspannten jungen Sheng (was mehr ist, als die meisten jungen Sheng von sich behaupten können) 😅
Auf jeden Fall ein sehr schöner Tee um mein neues kleines (60ml) Kännchen von Jan Pavek einzuweihen: es ist aus dem selben dunklen Ton wie das etwas größere Kännchen von ihm, das vor 2 Jahren seinen Weg zu mir gefunden hat. Da ich dessen Eigenschaften (und natürlich auch den Style) sehr mag konnte ich nicht widerstehen, als ich dieses in perfekter Größe gesehen habe - im Gegenteil: dazu kamen dann auch noch ein genau so schönes Kenshui und ein Teeboot 🤩
Bewertung: 6-Sterne, Favorit



