- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Menghai, Hekai
- Jahrgang: 2024
- Form: Bingcha, 250g (nur Sample vorhanden)
- pu-erh.sk
Neben Mansa ist ja auch Hekai eine der Regionen, von denen Peter über die Jahre schon einige Jahrgänge (sowie eine Danzhu-Version und einen Jahresübergreifenden Blend in 2019) produziert hat - im Gegensatz zu den Mansa-Tees haben mir die Hekai-Versionen aber mal besser und mal schlechter gefallen und obwohl die 2022er Version bereits deutlich besser war als die Vorgänger hat mich die diesjährige Version wirklich äußerst positiv überrascht. Das mag teilweise sicher mit an der spannenden Keramik von Matteo liegen, denn wie bei den Notizen zu seine Schälchen aus verschiedenen Porzellan-Arten oder dem Porzellan-Kännchen bereits geschrieben hatten wir bei dem letzten Treffe vor ein paar Wochen den Vergleich mit eben diesem Hekai gemacht und es war wirklich ein Augenöffner! Daher kein Wunder, dass ich auch für diese Session wieder das Porzellan-Kännchen mit einem der Schälchen von Matteo gewählt habe, denn mit dieser Kombination holt man wirklich alles aus dem Tee heraus bzw dreht den Lautstärke-Regler auf, ohne den Charakter des Tees zu verändern.
Hekai ist ja allgemein eher für einen etwas deftigeren, primär bitteren Charakter bekannt - für mich oft in Verbindung mit einer eigentümlichen Heu-Note sowie bei den besseren Vertretern einer zitrusartigen Fruchtigkeit. Vor allem letzteres liefert die 2024er Version wirklich sehr schön firsch-fruchtig, bitter süß erinnert mich der Geschmack etwas an Pomelo - ein Eindruck, den die Holzbrand-Porzellan-Stücke von Matteo noch zusätzlich verstärken, denn durch sie wirkt der Tee heller und lebendiger, Frühjahr und Sonne pur! Was mich an dem Tee aber am meisten überrascht hat ist die für einen Hekai ungewohnte Eleganz - diese tänzelnde Leichtigkeit die jede Note trifft in Verbindung mit einer wohlpositionierten Kraft (es drängt sich die Analogie zu einem Balletttänzer auf) ist wirklich beachtlich. Der Tee hat auf allen Ebenen etwas bzw oft überdurchschnittlich viel zu bieten und erlaubt sich keine Fehler - wenn man mal von spezifischeren Regionen wie Banpen oder Guangbie absieht ist das definitiv der beste Hekai, den ich seit vielen Jahren hatte, da ist der Preis von 0,80€/g mehr als gerechtfertigt.
Bewertung: 5-Sterne







