• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China (Blend)
  • Jahrgang: 2019
  • Form: Bingcha, 200g (nur Sample vorhanden)
  • white2tea

(Original 25.10.2020)
Heute das komplette Gegenteil zu dem Unicorn von gestern: Während dieser durch Understatement und Subtilität glänzt gibt es hier mit der Bitterkeits-Keule voll eins auf die Mütze, von Zurückhaltung keine Spur! Was für Tee genau drin ist, wird zwar nicht angegeben aber es ist mehr als offensichtlich, dass es sich um eine Menge Bulang handeln muss - typische Bitterkeit mit samtiger Textur, im Ausklang süß werdend - in diesem Fall ergänzt durch eine markanten nussigen Note, sehr schön! Im Kopf macht sich auch etwas Qi bemerkbar, aber natürlich nicht mit dem Unicorn vergleichbar - ist aber eben auch von ganz anderem Charakter: dieser Tee stellt seine Vorzüge offen zur Schau - für die, denen diese gefallen. Mir gefallen jedenfalls beide Tees sehr gut - sind aber für ganz unterschiedliche Tage (an dieser Stelle sei angemerkt, dass die Bewertung sehr subjektiv ist und primär darauf ausgelegt ist, wie gut mir ein Tee im Gesamten gefällt - das Qualitätslevel spielt z.B. zwar schon eine Rolle, aber nicht in dem Maße, wie bei einer rein objektiven Bewertung, da würde sich der Unicorn deutlicher absetzen).
Bewertung: 5- oder 6-Sterne

(Update 31.12.2021)
Bevor das Jahr rum ist auch zu dem anderen W2T Sheng ein Update, den ich mir letztes Jahr gekauft habe: wenig überraschend ist der Tee nach wie vor bitter und auch die schöne nussige Note ist immer noch vorhanden - überraschend ist aber, wie mega schwer der Tee vor allem in den frühen Aufgüssen ist! Der erste Aufguss hat eine leichte Trübung, wie es bei Tees mit viel Flaum üblich ist, ab dem zweiten Aufguss ist der Tee aber klar und ist lange dermaßen schwer und kräftig, dass es eine wahre Freude ist. Bei einem rein auf Bitterkeit ausgerichteten Blend lässt sich die Abwesenheit von feinen Details, die wie kürzlich beim Unicorn beschrieben das große Plus (meiner Meinung nach) an Single Origin Shengs sind, verschmerzen, da ab einem gewissen Level die Bitterkeit ohnehin sehr dominant wird - da hat man von einem Plus durch das Blenden bei der Textur tatsächlich mehr. Was ich jetzt (noch) nicht so ganz beurteilen kann, ist in wie weit das Chaozhou-Kännchen den Tee dahingehend beeinflusst: bei dem ersten Versuch gestern mit dem Long Lan Xu hatte ich auch den Eindruck, dass es das Gewicht positiv beeinflusst ohne jedoch in den Spitzen zu viel zu nehmen (daher auch der bittere Tee heute als Test dafür) - das wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen...

2019 Astro Kittens (W2T) trockenes Blatt

2019 Astro Kittens (W2T) erster Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) zweiter Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) dritter Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) späterer Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) deutlich späterer Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) viel späterer Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) Details

2019 Astro Kittens (W2T) Update (31.12.2021): inzwischen auch mit Bing

2019 Astro Kittens (W2T) Details trockenes Blatt

2019 Astro Kittens (W2T) erster Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) Details erster Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) zweiter Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) dritter Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) späterer Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) deutlich späterer Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) viel späterer Aufguss

2019 Astro Kittens (W2T) Details nasses Blatt

Nächster Artikel Vorheriger Artikel