- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Menghai, Nannuo
- Jahrgang: 2007
- Form: Bingcha, 357g (nur Sample vorhanden)
- Douji (斗记) (via taiwan_tea_adam)
Nachdem wir letztes Wochenende auch ein paar Douji-Tees zusammen getrunken haben, hatte ich Lust einen weiteren zu probieren: da hat sich der Jingmai angeboten, da es mit dem 2009er Jingmai hier auch wie bei dem 2007er Youle Dashu vs dem 2009er Youle einen Vergleichswert gibt. Preislich liegt der Tee mit 1,47€/g (Sample-Preis von Adam) nahezu auf dem Level von dem 2007er Nannuo.
Was mir bei dem Tee auffällt ist eine leichte Rotfärbung mancher Blätter (siehe insbesondere Detailbild von dem Bing-Stück): diese ist nicht nur einseitig oberflächlich (also kein Abfärben vom Neifei) und bei zu vielen, als dass es ein Ausreiser-Blatt wäre, aber andererseits auch nicht bei genügend, dass es eine bewusst rote Produktion zu sein scheint - sehr merkwürdig. Ansonsten hab ich aus meinen Fehlern gelernt und direkt zu einem Zini-Kännchen gegriffen, dass die Adstringenz etwas abmildern soll und auch gleich mit einer niedrigeren Temperatur begonnen: so bekommt man einen durchaus akzeptablen, semi-aged Jingmai - sprich deutlich freundlicher als der Nannuo oder der Youle aber halt auch Jingmai-typisch langweiliger. Qualitativ zwar eindeutig besser als die 2009er Version aber wie schon bei den anderen Tees deutlich zu teuer für das geleistete - was übrigens auch der Konsens beim Tee-Treffen war: man bezahlt einfach zu viel für den Namen mit. Das gibt zwar wie bei einem 7542 Dayi Preis-Stabilität für Investoren aber ich bin kein Investor, ich bin ein Trinker und daher sind kleine Produzenten wie Peter und Co da einfach viel spannender, da man hier nicht für den Namen sondern nur für die Tee-Qualität bezahlt (vorausgesetzt natürlich es ist ein vertrauenswürdiger Produzent wie Peter und kein Amateur, der einem Fake-Stuff verkauft).
Bewertung: 3-Sterne






