• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Pasha
  • Jahrgang: 2006
  • Form: Bingcha, 357g
  • Ban Zhang Lao Zhai Tea Factory (via Yunnan Sourcing)

(Original 11.03.2018)
Starker, schwerer Körper mit sehr "smoother" Textur und komplexer Zusammensetzung der Geschmacksnoten aus bitter, adstringent, holzig, süß, dezent feucht und einer subtilen Säure die insgesamt eine sehr schöne Würze ergibt, die etwas an den 2008er Bulang Ancient von EoT erinnert. Dazu kommt ein intensiv entspannendes Qi und für einen Factory Sheng überraschend schönes Blattgut. Allerdings war die Lagerung alles andere als "clean" und trotz des Alters ist der Tee noch etwas aggressiv, was zusammen etwas Abzug gibt.
Bewertung: 5-Sterne

(Update 31.05.2018)
Im Ton-Porzellan-Kännchen von Jan Pavek kommt die aggressive, scharfe Seite vor allem in den ersten Aufgüssen noch deutlicher zur Geltung (der Stall-Charakter ist vor allem im Aroma extrem penetrant), dafür ist die Textur etwas weniger smooth. Obwohl etwas unterschiedlich schönes Blattgut ein toller Tee, der sehr von einem kräftigen Aufguss profitiert, da er hier seine Stärke voll ausspielen kann.

(Update 15.05.2019)
Auch wenn das Ton-Porzellan-Kännchen von Emilio dem Kännchen von von Jan eigentlich (in der Wirkung auf den Tee) sehr ähnlich ist, ist diese Session ganz anders: Der Tee ist zwar auch sehr herb aber nicht so aggressiv und scharf - dafür mit einem extrem starken Qi, das in der Wirkung deutlich an den 2004er Tejipin erinnert, wenn auch nicht so subtil ist. Natürlich sind die übrigen Parameter wie Körper etc. absolut nicht vergleichbar, dafür kostet der Tee auch nicht einmal 1/10 vom Tehipin.
Die sehr unterschiedlich ausfallenden Sessions bestätigen auch was die Optik des Blattes vermuten lassen: Es wurden höchstwahrscheinlich sehr unterschiedliche Blattqualitäten zusammen verarbeitet und von einer sauberen oder gar "korrekten" Verarbeitung (wenn man z.B. nach Yu geht) ist der Tee weit entfernt - wenn man sich dennoch darauf einlässt (und nicht empfindlich ist was herbe Tees betrifft) wird man mit einem durchaus tollen Tee belohnt, dessen Qi deutlich über seinem Preisniveau liegt - wenn auch nicht immer.

trockenes Blatt und Bing

definitiv keine vorbildlich saubere Produktion: Ein ungebetener Gast, der mit-gepresst wurde

erster Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

viel späterer Aufguss

sehr viel späterer Aufguss

noch späterer Aufguss

Details

weiter im Gaiwan (und da geht noch einiges!)

und auch Stunden später schmeckt der Tee immer noch, inzwischen dominiert eine scharfe Note wie von grünem Pfeffer, auch wenn er inzwischen sehr leicht ist

Update (31.05.2018): erster Aufguss

späterer Aufguss

viel späterer Aufguss (und noch lange nicht Schluss)

Update (15.05.2019): dritter Aufguss

fünfter Aufguss

Details (fünfter Aufguss, immer noch Brösel im Aufguss vorhanden)

Nächster Artikel Vorheriger Artikel