- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Mengla, Yiwu
- Jahrgang: 2025, Herbsternte
- Form: Bingcha, 250g
- Pu-erh.sk
Neben dem Laobanzhang Doppelpack in 2025 gibt es auch von dem Rareness 5 von diesem Jahrgang (seit 2019 endlich wieder) eine Frühjahrs- und eine Herbst-Version - selbstverständlich, dass ich mir davon auch je einen Bing zugelegt habe, da der Rareness 5 bis zum Erscheinen des 970 year old tea tree (vor allem der 2025er Version) mein absoluter liebster junger Sheng war und auch jetzt noch mühelos direkt dahinter rangiert (trotz LBZ, anderer Jigushu und gehypert Orte wie Fenghuangwo). Im Gegensatz zum LBZ gibt es beim Rareness 5 aber einen kleinen Unterschied zwischen den beiden diesjährigen Versionen: bei der Frühjahrs-Version war Gushu- und Gaogan-Material gemischt (quasi das "Standard-Rezept" um die Vorteile von beiden Welten zu haben) aber nachdem wir im Sommer in Rasa einen reinen Gaogan Rareness 5 getrunken haben, hat sich Peter glücklicherweise dazu entschlossen bei der Herbst-Version nur Gaogan-Material zu verwenden, was ich sehr begrüße (zu den unterschiedlichen Versionen habe ich in der Vergangenheit schon einiges geschrieben). Daher ist der Jahreszeiten-Vergleich hier etwas weniger direkt als beim LBZ aber dennoch direkt genug, dass es eine nicht alltägliche Möglichkeit (vor allem nicht auf dem Qualitätslevel) darstellt. Übrigens hat Peter dieses mal auch etwas zur "Entstehungsgeschichte" des Rareness 5 im Shop geschrieben, was ich (falls die Seite mal offline ist, wenn der Tee ausverkauft ist) einfach frech hier her kopiere:
The exact origin of this tea is blurred and unknown. It comes from a deep forest jungle somewhere in the Yiwu mountains, usually called a Guoyoulin, or state forest. What is known, however, is how this tea made its way onto my table in 2019. My friend, Mr. Liu, who sources puerh teas, took me to Yiwu to meet one of his friends. The man who invited us to a kind of family gathering was the director of a large school in Yiwu town. Over the years, he had worked with most people in Yiwu town and the surrounding villages, and in the process had come to know many tea farmers, both near and far. He happened to tell us that one of his former students had brought him this tea. He brewed the tea for us and asked for our opinion. I was not particularly fond of tasting tea in a cramped room, sitting on a bed near a kitchen, with people eating around us and some smoking nearby. But the moment I tasted this tea, I instantly knew it was something special—a tea that stands out.
Manchmal sind es solche Zufälle oder unerwartete Überraschungen die viel bewirken: der widerwillig getrunkene Tee eines Schülers im rauchig-stinkigen Zimmer eines Bekannten eines Freundes wird zur reinsten Yiwu-Essenz, die ich kenne oder ungewolltes Schälchen wo der Rückversand zu teuer war und aus Gründen daher bei mir gelandet ist führt zu einer neuen Freundschaft und Connections nach Taiwan - Dinge, die man so nicht planen kann 😊
Naja, jedenfalls trifft hier auch grob das zu, was ich schon beim LBZ geschrieben habe: es gibt klare Parallelen aber auch klare unterschiede, allen voran die erhöhte Adstringenz, die zumindest in diesem jungen Stadium für ein etwas aggressiveres Gefühl sorgt (was auch bei dem "originalen" 2019er Rareness 5 Autumn der Fall war). Dennoch - und hier ist sicherlich auch mitverantwortlich, dass es sich um reines Gaogan-Material handelt - zeigt der Tee seine Stärke klar: Yiwu-Urwald-Charakter mit viel Tiefe und einem schönen Qi und Textur. Schmecken tut der Tee übrigens auch aber gerade bei den Tees von Peter sind wir auf einem Qualitätslevel, wo man einfach über den Tellerrand hinausschauen muss: Charakter und die Meta-Ebene ist es, worauf diese Tees abzielen so wie man bei den Tees von Deng Shihai auch schon bei den ganz frischen Tees direkt merkt, dass diese für die langfristige Reifung gemacht wurden.
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