• Kategorie: Pu'erh, Shu
  • Herkunft: China, Xishuangbanna
  • Jahrgang: 2012
  • Form: Bingcha, 357g (nur Sample vorhanden)
  • Chanting Pines

"Jing Zhi" (精致) ist kein Ortsname sondern bedeutet übersetzt "fein/exquisit/delikat" und soll für die Blattqualität stehen, die für diesen Shu verwendet wurde, wobei dir Herkunftsregion mit Xishuangbanna recht großzügig angegeben wurde. Dabei ist der Tee aber mit 39$/Bing nach heutigen Maßstäben (ist immerhin auch schon 8 Jahre alt) selbst für einen Shu recht günstig, wird aber vom Produzenten auch schon als Daily Drinker beworben. Und genau das ist er letztlich auch (wenn man denn täglich Shu trinken wollen würde): ein sehr unkomplizierter Shu für kleines Geld. Positiv zu vermerken ist, dass der Tee genau wie der 5 Jahre ältere und knapp doppelt so teure 2007er Yiwu Zheng Shan eine schön weiche Textur und ein gutes Maß an Schwere hat (was insbesondere bei modernen Produktionen nicht selbstverständlich ist) aber das wars dann auch schon - geschmacklich ist der Tee sehr eindimensional, lediglich die für Chanting Pines (soweit ich das bisher beurteilen kann) typische brotige Storage-Note ist wahrnehmbar, die mit zunehmenden Aufgüssen auch lediglich schwächer wird - Qi gibt es selbstverständlich keines. Wenn man häufig Shu trinkt lohnt sich der Tee evtl. auf Grund des Preises (so wie ich z.B. auch gerne den ein oder anderen Daily Drinker Sheng für anstrengende Werktage habe) aber ansonsten empfiehlt es sich, etwas mehr zu investieren (was aber nicht gleich ein Vermögen sein muss wie z.B. der 2016er Yiwu Shu von ZSL zeigt), um an dem Tee dann auch Freude zu haben.
Bewertung: 2- oder 3-Sterne

trockenes Blatt

erster Aufguss

zweiter Aufguss

dritter Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

noch späterer Aufguss

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