- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Mengla, Yiwu, Luode
- Jahrgang: 2020
- Form: Bingcha, 357g (nur Sample vorhanden)
- Wuweisanfang (無爲山房) (via teehaus.cöln)
Nach der bisher sehr Manzhuan-lastigen Sampel-Auswahl an WWSF-Tees nun mal einer aus Yiwu, genauer gesagt aus Luode (倮德): laut Shop ein sehr abgelegener Weiler in Yiwu - wenn ich das richtig sehe liegt Luode ganz im Nordosten an der Grenze zu Laos (siehe Google Maps). Jedenfalls für mich der erste Tee von dort, daher vorab auch keine Erwartungshaltung - lediglich die Info, dass der Tee aus der Special Productions Serie (siehe Erklärung hier) stammt ist relevant.
Daher habe ich auch bei der Keramikauswal auf meinen "Goldstandard" gesetzt: ein Zini-Yixing-Kännchen (solang ich es noch da habe wird das von Hui Xiang Yun (惠祥云) intensiv genutzt 😁) und ziemlich neutrales Porzellan, in dem Fall passend zu dem koreanischen Produzenten ein Katakuchi von Hong Seongil (홍성일은) und ein Schälchen von seiner Frau Lee Hye Jin (이혜진). Geschmacklich klar ein Yiwu: eine spannende Süße dominiert diese Ebene, die durch bitter-adstringente, mineralische Facetten interessant gehalten wird. Das Qi ist für mich eher dezent in er Wirkung aber herausragend ist die Textur: extrem viskos und ölig dick - man kann sie regelrecht schneiden - das große Bläschen im Detailbild hält sich minutenlang. Für einen Tee von gerade einmal 6 Jahren ist durchaus auch schon etwas Fermentation vorhanden, was zu einem runden Gesamtbild führt - kein lauter Tee aber ein stimmiger, "voller" Tee, den ich gerne in ein paar Jahren nochmals trinken würde, wenn sich Bitterkeit und Adstringenz weiter gewandelt hat!
Bewertung: 4- oder 5-Sterne



