• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Mang Zhi
  • Jahrgang: 2013
  • Form: Bingcha, ???g (nur Sample vorhanden)
  • TheTea.pl

Das Sample stammt zwar ziemlich aus der Mitte des Bings (direkt neben Binghole), aber die Pressung ist recht locker, so dass sich der Brocken ohne viel Staubentwicklung zerlegen lässt - das Blattgut enthält natürlich schon ein gewisses Maß an Bruch, sieht aber alles in allem ganz gut aus und hat eine schön dunkle Farbe - sehr gut gefällt mir, dass es wie manche meiner liebsten Shengs etwas gröber wirkt, da ist schon der eine oder andere kleine Ast mit dabei. Das Aroma ist überraschend fruchtig, mit markanter mentholiger Holznote, was sich auch beides im Geschmack wiederfindet - hier dominiert aber klar die Holzigkeit. Die Fruchtigkeit bleibt in Verbindung mit einer dezenten Süße eher im Hintergrund, sorgt aber dadurch für eine zusätzliche Komplexität - ergänzt durch eine schöne Fermentations-Note (schließlich befindet sich der Tee aktuell in der manchmal etwas kritischen "awkward phase", in der er weder jung noch alt/semi-aged ist), was mich an den tollen 2013er Man Zhuan von prSK denken lässt. Wie dieser ist auch der Mangzhi hier nur "mittelschwer", hat aber trotzdem eine volle, kräftige Textur und ein entspannendes Qi (wenn auch nicht so stark wie beim Man Zhuan). Ein Wermutstropfen gibt es aber: alles wird von einer recht dominanten Adstringenz überschattet - zwar nicht komplett verschleiert aber doch getrübt. Schade, das könnte sonst ein richtig guter Tee sein - allerdings kann das auch einfach am Sample liegen (da Bingmitte) oder an der aktuellen Reifungsphase - wäre sehr spannend zu wissen, wie der Tee in ein paar Jahren wäre.
Bewertung: 4-Sterne

trockenes Blatt

erster Aufguss

zweiter Aufguss

dritter Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

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