- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Mengla, Yiwu, Duoyishu
- Jahrgang: 2026
- Form: Bingcha, 200g (nur Sample vorhanden)
- pu-erh.sk
Wie schon bei der Notiz zum Mangsheqing angekündigt hat Peter dieses Jahr mal wieder Tee aus einer neuen Region im Lineup: Duoyishu (哆依树) liegt etwas westlich vom berühmten Bohetang im Guoyoulin (国有林) Gebiet und soll ähnlich wie Mangsheqing ziemlich schwer erreichbar sein - vermutlich zusammen mit der Tatsache, dass solche speziellen Gärten schnell gehypt werden aber nur wenig Ertrag liefern einer der Gründe, dass der Tee dieses Jahr sogar teurer ist, als der Laobanzhang 😱 Wer mehr über den Ort wissen möchte kann entweder bei Peter im Shop oder in diesem chinesischen Blog mehr dazu lesen: spannend ist auf jeden Fall, dass die Gaogan (高杆) Bäume dort bis zu 23,5 Meter hoch sein sollen (und da muss irgend ein armer Wicht hochklettern zum ernten 🙈) und lediglich ~2kg Material pro Ernte liefern. Dieser Tee besteht jedoch wie die meisten Rareness 5 Versionen aus einem Blend aus Gaogan- und "normalem" Gushu-Material, nicht ausschließlich aus Gaogan-Material, da Liu findet, dass man so das beste aus beiden Welten erhält (und die generelle Wahrnehmung der Blend vs Gaogan-only Rareness 5 Versionen gibt ihm da durchaus auch recht).
Aber nun zum Tee: er bietet geschmacklich eine interessante Mischung aus schön fruchtig-süßem Yiwu-Charakter alá Wangong und einem tiefen Wald-Charakter alá Rareness 5 mit einer sehr viskosen, wenn auch weniger "breiten" Textur als der Mangsheqing. Sehr gut gefällt mir, dass er auch viel Yiwu-spezifische Tiefe bietet, was ich "traditionell" mit den Gaoshan-Produktionen von Yu assoziiere und zugleich ein kräftiges Qi hat, das erstaunlich konzentriert im Augenbereich wirkt (das hatte ich so auch noch nie). Auf jeden Fall ein charakterstarker Tee, wenn auch etwas "spezialisierter" als das Allround-Paket des Mangsheqing - wenn man sie denn überhaupt vergleichen möchte, denn auch wenn beide Tees viel Qi und Tiefe bieten, sind die Charaktere doch recht unterschiedlich: fleischiger Pfirsich vs. süß-wilde Dualität - zwar kein ganz so krasser Kontrast wie letztes Jahr beim 2025er Laobanzhang vs 2025er Rareness 5 beschrieben aber dennoch auf Grund der geographischen Nähe beachtlich. Er legt auf jeden Fall die Messlatte für einen Yiwu ziemlich hoch - und um ehrlich zu sein würde ich ihn sogar den Bohetang-Tees, die ich bisher kennenlernen durfte vorziehen!
Bewertung: 6-Sterne



