- Kategorie: Pu'erh, Sheng
- Herkunft: China, Yunnan, Xishuangbanna, Mengla, Manzhuan
- Jahrgang: 2020
- Form: Bingcha, 357g (nur Sample vorhanden)
- Wuweisanfang (無爲山房) (via teehaus.cöln)
Nach dem 2010er Manzhuan Arbor war dieser Tee die naheliegendste Option: ebenfalls ein Manzhuan, ebenfalls aus der Arbor Serie aber 10 Jahre jünger. Und auch heute bringt der Vergleich interessante Erkenntnisse: während bei dem 2010er durch den Vergleich mit einem Tee der Special Productions Serie klar wurde, wie viel eine gute Produktion und sauberes Material ohne Füller (siehe Hinweis beim Kuzhu Shan) ausmacht und es nicht nur auf das Baumalter ankommt (okay, dass es auch sehr auf die Umgebung der Pflanzen ankommt und dass diese nicht gedüngt und gespritzt werden weiß ich spätestens seit ich Peter und seine Tees kenne und dass es noch viele weitere Faktoren gibt ist auch klar aber das war für mich die Essenz des Vergleichs), so überrascht mich die 2020er Version heute mit einem Charakter, der deutlich älterer wirkt als erwartet (2020 ist in meinem Kopf noch sehr jung aber es sind ja auch schon 6 Jahre 🥲), was einerseits auch wieder das Thema Produktion in de Fokus rückt aber auch vor dem Hintergrund spannend ist, dass Korea ja für asiatische Verhältnisse relativ trocken ist (interessanterweise ist der Jahresdurchschnitt sogar trockener als von Deutschland, allerdings mit stärkeren Schwankungen) und der Tee eben nicht wie so oft befürchtet als grüner Jung-Sheng verkümmert ist, was ja auch schon meine Posts zum Thema EU-Storage (primär mit den Tees von Peter aber siehe auch langfristige Betrachtung beim 2012er Bulang von EoT) bestätigt haben (und Gratulation wenn du beim Lesen bis jetzt noch am Ball geblieben bist, ich sollte die Sätze kürzer fassen, haha).
Selbstverständlich gibt es schon unterschiede zwischen den beiden Manzhuan-Versionen: beim 2010er sind die Holz- und Fermentations-Noten ausgeprägter und wie man auf den Detailbildern sehen kann, sind beim 2020er die Blätter schon etwas grüner und die Knospen mehr silbern statt golden aber der Aufguss hat ein schönes Orange während die meisten Tees dieser Altersklasse (bei ebenfalls eher trockener Lagerung) bestenfalls ein dunkleres Gelb aufweisen. Sehr schön, mir gefällt das gut - daher kann ich auch die vorhandene Adstringenz (die etwas höher als beim 2010er ist) problemlos vergeben und auch wenn der 2020er gegenüber dem 2010er etwas weniger Komplexität zu bieten hat, hat er hinsichtlich Textur etwas mehr zu geben und ist daher ein Tee, den ich durchaus gerne nochmals trinken würde!
Bewertung: 4-Sterne







