• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Menglian
  • Jahrgang: 2020
  • Form: Bingcha, 357g (nur Sample vorhanden)
  • Farmerleaf

Mal wieder ein neuer Herkunftsort für mich: Lafu, direkt an der Grenze zu Myanmar. William erzählt in einem Video eine nette Geschichte, wie es ihn dort hin verschlagen hat und in dem auch deutlich wird, dass es in Lafu keine großartige Tradition der Teeverarbeitung gibt - zumindest die Produzenten, mit denen er gesprochen hat sind noch sehr grün hinter den Ohren. Den Produzenten von diesem Tee hat er (angeblich) via Videochat bei der Teeproduktion angeleitet - was es nicht alles gibt. Das Ergebnis ist auf jeden Fall eher am grünen Ende des Spektrums und wirkt keinesfalls verkehrt.
Zum Tee: Die Stärken liegen klar in der Geschmacksebene (was bei einer grünen Produktion zu erwarten war) aber erfreulicherweise ist der Tee kein "Blumenwasser" (auch wenn definitiv florale Noten vorhanden sind) sondern hat eine schöne herbe Süße und leicht Bitterkeit - zusammen mit einem schönen Stall-Aroma gefällt mir das ganz gut! Die Textur ist angenehm weich, wenn auch etwas leicht - womit wir auch zu den Schwächen kommen: insgesamt fehlt es dem Tee leider an Kraft, für "vergessene alte Bäume" gibt es leider kaum Qi. Dennoch: für den ersten Versuch eines Reisschnapsbrenners und mit einem (für heutige Standards) freundlichen Preis ein ordentlicher Tee.
Bewertung: 3- oder 4-Sterne

trockenes Blatt

erster Aufguss

zweiter Aufguss

dritter Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

Details

Nächster Artikel Vorheriger Artikel