• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Wuliang
  • Jahrgang: 2008
  • Form: Bingcha, 400g (nur Sample vorhanden)
  • Chanting Pines

Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, sieht mir dieser Tee sehr nach Yesheng aus: das fast schwarze, sehr ledrige Blatt das im nassen Zustand aber doch noch einiges an Grün zeigt. Bestätigt wird das durch den intensiven Duft des nassen Blattes, den sehr dezenten Geschmack und das nur sehr dezente Qi - natürlich nur Anhaltspunkte aber spricht schon sehr deutlich für einen Yesheng (der süßen Varietät) wie z.B. der 2017er Wuliang Wild von EoT (oder dessen Vorgänger - insbesondere der 2009er, wer sich noch daran erinnern kann).
Der erwähnte Duft ist zudem für mich das, was den Tee ausmacht: intensiv und sehr ungewohnt - wie ein frisches Holzofenbrot mit Butter und dick Brombeer-Gsälz (für alle Nicht-Schwaben: Brombeer-Marmelade), toll! Die Brot-Lagerungs-Note von Chanting Pines ist hier einerseits nur leicht vorhanden und andererseits passt sie hier wirklich hervorragend - die (zerlassene) Butter ist auch das Hauptthema des Aufgusses, denn die super-geschmeidig weiche Textur steht hier im Mittelpunkt. Geschmacklich wie gesagt sehr dezent startet der Tee zwar mir einer dunklen, beerigen Note, die aber nur zu erahnen ist und schnell von der Brot-Note eingeholt wird, bevor diese dann in eine dezente Süße übergeht - hier hätte es von mir aus ruhig noch etwas mehr sein dürfen, aber auch so ist es ein schöner Tee, wenn man sich die Zeit und Ruhe nehmen kann, um hinzuhören.
Bewertung: 5-Sterne

trockenes Blatt

erster Aufguss

zweiter Aufguss

dritter Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

noch späterer Aufguss

Details

Nächster Artikel Vorheriger Artikel