• Kategorie: Pu'erh, Sheng
  • Herkunft: China, Bulang
  • Jahrgang: 2000
  • Form: Jincha, 250g
  • Hai Lang Hao (via Yunnan Sourcing)

Der Tee startet im ersten Aufguss auf Grund der festen Pressung recht verhalten, primär mit einem schönen Stallcharakter, der sich auch durch die weiteren Aufgüsse zieht. Ab dem zweiten Aufguss öffnet er sich dann und neben dezenten Vanille-Noten ist auch eine leichte Schärfe wie von weißem Pfeffer vorhanden, die das ganze seht spannend macht. Außerdem kann der Tee durch eine schön ölig-schwere Textur und einem angenehmen Aroma wie von (hochwertigem) japanischen Räucherwerk punkten, das den ganzen Raum erfüllt. Für einen Bulang ist er jedoch erstaunlich wenig bitter - im ersten Moment gar nicht, zeigt sich die Bitterkeit erst im Abgang und selbst dann nur sehr dezent - vermischt mit der Adstringenz gibt das dem Tee trotz des Alters eine gewisse Fruchtigkeit. Im Laufe der Aufgüsse verschwindet die Schärfe, die Derbheit der ersten Aufgüsse geht zurück und es bleibt ein ruhiger und eigentlich recht zahmer, gealterter Tee - dessen verschiedene Facetten zwar etwas schwer voneinander zu trennen sind (da überlagernd und vermischt) aber in mir Erinnerungen an japanische Schreine/Tempel wecken (zugegebenermaßen auf Grund spezieller Erlebnisse: frisch zubereitete Taiyaki während einer Festlichkeit auf dem Tempelgelände naschen während der Duft von Räucherwerk in der Luft liegt), was mir sehr gefällt!
Bewertung: 4- oder 5-Sterne

trockenes Blatt und Tuo

erster Aufguss

zweiter Aufguss

dritter Aufguss

späterer Aufguss

deutlich späterer Aufguss

noch späterer Aufguss

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